Moritz Girardelli über die Erfolgsbausteine von „Burro Burro - Regional Mexican Food”
- Burro Burro Franchise GmbH

- 14. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Im Interview spricht Co-Inhaber Moritz Girardelli über den USP des Quick Service-Konzepts „Burro Burro“, kreative Freiheiten aufgrund der Namenswahl und die Zukunftspläne bis 2027.
Quelle: www.meininger.de/fizzz

Moritz Girardelli (re.) und Julian Müller-Nestler haben mit dem Gastronomiekonzept „Burro Burro“ direkt einen Erfolg gelandet. Gemeinsam treiben sie nun die Expansion voran.
Wie bist Du zur Gastro gekommen und was gefällt Dir daran?
Moritz Girardelli: Ich habe schon immer gerne Gäste zu Hause bewirtet und meine Leidenschaft für Hospitality früh entdeckt. In Innsbruck (Österreich) besuchte ich die Höhere Lehranstalt für Tourismus und sammelte anschließend umfassende Erfahrung in der Gastronomie – unter anderem im Steigenberger Belvédère (Schweiz), in der Traube Tonbach (Deutschland) sowie bei Starwood in Schottland und München. Dabei arbeitete ich in verschiedenen Bereichen wie Service, Küche, Sales und Events, was mir ein breites Fundament an praktischem Know-how verschaffte. Später zog es mich in die Spirituosenbranche, wo ich bei einem Verlag fast zehn Jahre lang die Sales-Abteilung leitete. Anfang 2021 führte mich mein Weg schließlich zurück in die Gastronomie – dieses Mal jedoch mit klarem Fokus auf Systemgastronomie. In dieser Phase lernte ich Julian Müller-Nestler kennen, der „Burro Burro – Regional Mexican Food“ bereits mit einem ersten Standort betrieb. Gemeinsam haben wir das Konzept weiterentwickelt und zu einem franchisetauglichen System geformt.
Es gibt viele Mexican Restaurants, was ist die Besonderheit von „Burro Burro“ und wie ist es positioniert?
Moritz Girardelli: Zum einen ist „Burro Burro“ ein Quick Service-Restaurant mit allen digitalen Tools, wie Signage Displays, Self-Order-Terminals und Pick Up Screens, was die Zahl der mexikanischen Restaurants in diesem Segment schon etwas ausdünnt. Unser USP liegt zudem im Produkt selbst: dem Burro. Der bewusst ohne das „-it“ gewählte Name signalisiert Einzigartigkeit und gibt uns die Freiheit, typisch mexikanische Zutaten mit regionalen, europäischen Komponenten zu kombinieren, obwohl die Bedeutung im Spanischen fast gleich ist (Burrito = Eselchen / Burro = Esel). Die Erwartungshaltung der Konsumenten ist bei einem Burro offener als bei einem klassischen Burrito. Dadurch positionieren wir uns als Regional Mexican Food Konzept. Gleichzeitig ermöglicht uns dieses Konzept, auf kurze Lieferketten zu setzen. So kann beispielsweise im Herbst ein Veggie Burro mit regionalem Kürbis angeboten werden. Außerdem sind unsere Burros fix und fertig zusammengestellt. Gäste müssen ihr Produkt nicht selbst konfigurieren, was den Speed of Service deutlich verbessert. Mitarbeitende profitieren ebenfalls, weil sie bei jedem Burro mit denselben Handgriffen und einer einheitlichen Reihenfolge arbeiten können. Nachhaltig ergänzt wird das Sortiment mit hausgemachten Eistees, immer serviert mit Minze und Zitrone. Ebenfalls ein Unterschied zu den Getränken der herkömmlichen Fast Food Marken.

Was sind die Topseller im Angebot? Wie hoch ist der Anteil an Take-Away und Delivery?
Moritz Girardelli: Zu unseren Topsellern zählen der Beef Classic Burro und der Happy Chicken Burro, beide besonders beliebt im Combo mit Eistee, Fritten und unseren selbstgemachten Saucen „Green Donkey Sauce – Jalapenos“ und „Red Donkey Sauce – Chili Chipotle“. Ein weiterer Hit ist unsere hausgemachte Cheese Sauce, ebenso wie die Churros als süßer Abschluss. Der Anteil von Delivery und Take-away liegt bei rund 40-45%, nicht zuletzt dank unserer Unit mit Drive-thru, die zusätzliche Frequenz generiert und spontane Bestellungen erleichtert.
Was hat es mit Lefalaf auf sich, seid ihr mit Eurer Falafel-Spezialität schon im Handel verfügbar? Auf der Homepage findet man Zubereitungstipps für zuhause.
Moritz Girardelli: Wir führen einen Falafel Burro im Sortiment, dessen Falafel wir frisch und handgemacht herstellen. Aufgrund der starken Nachfrage haben wir die Falafel zeitweise auch im LEH (Region Südwest bei Edeka) angeboten. Mit dem zunehmenden Fokus auf den Roll-out und dem starken Interesse am Konzept in der Region mussten wir jedoch die Produktion neu denken und skalieren. Daher haben wir die Falafel aus dem Handel herausgenommen und konzentrieren uns nun voll auf die Belieferung unserer Franchisepartner, um Qualität und Verfügbarkeit sicherzustellen.
Drei Outlets gibt es schon, wie stark systematisiert sind die Outlets, gibt es Unterschiede?
Moritz Girardelli: Das ist eine entscheidende Frage! Wir sind mit unserem Konzept und dem gesamten System dahinter bereits voll ausgereift. Dazu gehören unter anderem eine eigens entwickelte Belegstation für unsere Burros. Ebenso ist unser Corporate Design klar definiert und folgt einem stringenten, systematisierten Aufbau, der für Wiedererkennbarkeit und effiziente Umsetzung sorgt. Zudem nutzen wir digitale Tools, die sowohl den Speed of Service als auch den Komfort für die Gäste erhöhen – etwa Self-Order-Terminals oder Pick-up-Screens. Weiter reduzieren unsere ausgereiften Prozesse den Personaleinsatz. Unser ältester Store wurde erst in diesem Jahr vollständig modernisiert. Darüber hinaus haben wir auch in die anderen Stores investiert und sie nahezu auf denselben Systemstand gebracht. Der große Vorteil – auch für potenzielle Investoren oder Partner – besteht darin, dass keine weiteren Investitionen in die Systematisierung notwendig sind. Auch die Supply Chain für den Roll-out ist bereits vollständig aufgestellt. Die nächsten Investitionen fließen daher ausschließlich in die Eröffnung neuer Units. Während viele Konzepte erst wachsen und anschließend mühsam versuchen, ein funktionierendes System nachzurüsten, haben wir diesen Schritt proaktiv vorweggenommen.
Wie sieht Euer Plan für die Zukunft aus und was wünscht Du Dir für den nächsten Schritt?
Moritz Girardelli: Wir eröffnen nun endlich – mit über einem Jahr Verzögerung – unseren ersten Franchise-Store in Berlin am Hauptbahnhof. Weitere Standorte mit einem Franchisepartner befinden sich bereits in konkreter Planung. Um die generierten Franchise-Leads / Franchise-Anfragen gewissenhaft zu bearbeiten und zu prüfen, haben wir ab 2026 einen Franchise Manager. Parallel dazu führen wir Gespräche mit potenziellen strategischen Partnern, die nicht nur finanziell, sondern auch mit Know-how und Supply-Chain-Kompetenz in unser System investieren könnten. Unser Ziel ist es, bis 2027 insgesamt 10 bis 15 Units erfolgreich am Netz zu haben.

